Bauzustand und Sanierungsmaßnahmen Außen

Zur Bewahrung der historischen Bausubstanz in der heutigen Fassung waren nach den vorliegenden Gutachten und Berichten wesentlich erkannte Schäden im Traggefüge dringlich zu beseitigen. Hierzu mußten erhebliche Restaurierungs- und Konservierungs-Maßnahmen durchgeführt werden.

Die teilweise zweischaligen Grundmauern mußten durch Einbringung von Metallankern und aushärtendem Verfüllmaterial statisch neu gesichert werden. Anschließend wurde das Mauerwerk komplett neu verfugt.

Im Dachstuhl mussten umfangreiche Erneuerungs- und Austauschmaßnahmen vorgenommen werden. Das Dach wurde danach mit Biberschwänzen neu gedeckt. Die Gefache im historischen Fachwerk wurden teilweise mit alten Holzbalken saniert und verfüllt. Aufgrund zu erwartender künftiger Instandhaltungskosten sind die Holzgefache anschließend mit Schiefer verkleidet worden. Durch eine gute Hinterlüftung ist damit eine weitere Schädigung ausgeschlossen und dieser wertvolle Bestand für die Zukunft gesichert.

Der Turmaufbau wurde ebenfalls mit Schieferplatten neu verkleidet und das Dach mit einer Biberschwanzabdeckung versehen. Dabei wurden neue Schallluken aus Eichenholz eingesetzt. Die Metallkonstruktion des Glockenstuhls wurde in Eigenarbeit entrostet und neu gestrichen.

Die Dach- und Oberflächenentwässerung musste erneuert und an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen werden. Ebenfalls war der Zugang vom Grundstück Schaub und die Außenbeleuchtungsanlage zu erneuern.